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Geschrieben von Regine Wiemer. Veröffentlicht am 17 Februar 2016.
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Ein Kleidungsstück aus Jeansstoff ist heute wohl in fast jedem Haushalt zu finden, da das Material aufgrund seiner Eigenschaften weit verbreitet ist. Eine der bekanntesten Erscheinungsformen ist sicherlich die Jeanshose, die vor allem wegen ihrer Robustheit beliebt ist. Doch obwohl viele Menschen den blauen Stoff tagtäglich am eigenen Körper tragen, wissen nur die wenigsten darüber Bescheid, wo die Jeansfasern ihren historischen Ursprung haben und was für Eigenschaften sie haben.

 

 



Wofür steht der Begriff "Jeans" und wie ist er so berühmt geworden?

Im Wesentlichen versteht man unter dem Begriff "Jeans" einen blauen, robusten
Konfektionsstoff, der aus einer körperbindigen Baumwolle - auch Denim genannt - hergestellt wird. Im Volksmund werden als Jeans in der Regel Hosen bezeichnet, wobei es auch andere Produkte aus Jeansstoff gibt, wie beispielsweise Jeanjacken, Jeanshemden oder Jeansmützen. Seinen historischen Ursprung hat der Begriff "Jeans" in der italienischen Stadt Genua, deren Namen im französischen Gênes lautet. Die Region um Genua war im 19. Jahrhundert für ihre Baumwollhosen bekannt, die aus Italien in die USA importiert wurden. Da viele Amerikaner gewisse Probleme mit der französischen Aussprache haben, machten sie kurzerhand aus dem Städtenamen Gênes den umgangssprachlichen Begriff der „Jeans“.

Unmittelbar mit der Geschichte der Jeans ist der Name Levi Strauss verknüpft, dessen gegründetes Unternehmen „Levi's“ noch heute zu den bekanntesten Jeans-Produzenten gehört. Der in Franken geborene Auswanderer kam 1845 in die USA und fertigte hier Baumwollhosen aus dem Stoff "Serge de Nîmes" für Goldgräber, die als Denim Jeans bezeichnet wurden. Sein Schneider Jacob Davis sorgte dafür, dass die Nähte der Hosen - beispielsweise an den Ecken der Taschen - mit Nieten verstärkt werden, was bis heute ein typisches Kennzeichen von Jeanshosen ist. Der zunächst braune Stoff der Hosen wurde später durch eine mit Indigo blaugefärbten Baumwolle ersetzt, womit die klassische Jeanshose geboren war.

 



Wie wird Jeansstoff hergestellt und was macht ihn so besonders?

Die meisten Jeanshosen werden heute in Südostasien und China hergestellt, wobei einige, hochpreisige Labels mit Produktionsstandorten wie Europa oder Japan hier Ausnahmen bilden. Als Grundlage für die Produktion dient Baumwolle, die üblicherweise aus China, Indien oder den USA stammt. Nach der Ernte wird die Baumwolle zur Weiterverarbeitung in eine Spinnerei gebracht, wo aus ihr
Garn hergestellt wird. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, wird das Garn noch vor dem Weben eingefärbt. Um die typische Jeansoptik zu erhalten, wird hierbei nur der Schussfaden blau gefärbt, der Kettfaden bleibt hingegen weiß.

Nach der Färbung wird der Stoff zunächst anhand von Schnittmustern zugeschnitten und anschließend von vielen verschiedenen Näherinnen zusammengenäht. Dieser Arbeitsschritt erfolgt häufig in ärmeren Ländern, um die Herstellungskosten zu senken. Bei der Fertigung hat jede Schneiderin eine spezielle Aufgabe und gibt das Produkt nach Beendigung ihres Arbeitsschritts an die nächste Näherin in der Kette weiter. Am Ende der Produktionslinie steht dann eine fertige Blue-Jeans mit allen ihren Einzelteilen, die nun in die Veredlung kommt.

 

 



Bei der Veredlung werden den Hosen spezielle Designs verliehen, die vor allem gängigen Modestandards entsprechen sollen. Hierzu gehören beispielsweise Waschungen, Ätzungen, Aufdrucke oder sogar „Used-Look“ Elemente. Eine weit verbreitete Variante ist unter anderem die sogenannte Stone-washed-Jeans. Bei dieser Veredlung werden die Hosen in einer Trommel zusammen mit Bimssteinen gewaschen, wodurch ein charakteristisches Muster entsteht. Nach der Veredlung folgt die Endkontrolle der Jeans, wobei sie noch einmal auf Fehler und Mängel kontrolliert wird. Ist die abschließende Prüfung bestanden, ist die Hose bereit für die Auslieferung. Exemplare mit Fehlern werden entsprechend aussortiert und als zweite oder dritte Wahl verkauft.

 

 



Der Jeansstoff in der Zusammenfassung

Ob Hose, Jacke oder Kopfbedeckung - der Jeansstoff blickt auf eine lange Tradition zurück und ist nach wie vor einer der am meisten verwendeten
Stoffe der Modeindustrie. Neben den Designaspekten der Veredelung, sind vor allem die robusten Eigenschaften des Stoffes ausschlaggebend für seinen Siegeszug. Aufgrund der großen Produktionsmenge, können allerdings schnell Nachteile für Mensch und Natur entstehen, es lohnt sich auf jeden Fall, vor dem Kauf einen genauen Blick auf die Produktionsbedingungen zu werfen. Einen Blick solltet ihr auch in unseren Onlineshop werden, denn hier gibt es ebenfalls ein großes Sortiment an Jeansstoffen. Viel Spaß beim Stöbern! ;-)

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Regine Wiemer

Autor: Regine Wiemer

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Kommentare   

# Mary Schluck 2016-02-17 07:45
Hey! Das Thema 'Jeans' ist großartig. Ich mache seit einiger Zeit nebenher immer was daraus, unter anderem einen Sitzsack und eine Nähmaschinenabdeckung. Schicke gern mal ein paar Fotos! Liebe Grüße
Antworten
# Regine Wiemer 2016-02-17 19:10
Danke, Mary, wir finden das Thema auch total spannend und freuen uns schon total auf Deine Fotos.
Liebe Grüße Regine
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