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Ihr habt einen Kissenbezug genäht und überlegt nun, wie die offene Seite am besten verschlossen werden soll? Klar, Knöpfe wären eine sinnvolle Möglichkeit, doch dann müssen auch noch entsprechende Knopflöcher in die gegenüberliegende Seite gezaubert werden – das ist nicht immer ganz einfach J Wie wäre es stattdessen mit einem ganz simplen Reißverschluss? Er lässt sich problemlos annähen und sorgt für eine kinderleichte Bedienung. Doch bevor ihr euch einen Reißverschluss zulegt, könnte es vielleicht interessant sein, etwas mehr darüber zu erfahren. Seit wann gibt es Reißverschlüsse? Wer hat sie erfunden? Gibt es verschiedene Arten und welche ist am besten geeignet?

Zurück ins 19. Jahrhundert

So, wie wir den Reißverschluss heutzutage kennen, sah er natürlich nicht von Anfang an aus. Wie bei vielen neuen Erfindungen musste auch bei der Art des Reißverschlusses viele Jahrzehnte getüftelt werden, um ein entsprechendes Ergebnis zu bekommen. Zunächst war die Entwicklung von einigen Fehlschlägen geprägt.

So wurden schon ab 1851 erste Ideen entwickelt. Die erste praktikable Idee kam 1890 von dem US-Amerikaner Whitcomb Judson. Er nannte das Produkt "Klemmöffner für Schuhe". Erst 1912 gelang dem Schweden Gideon Sundbäck der erste Reißverschluss, der die Kunden auch wirklich zufriedenstellte. Fünf Jahre später wurden Reißverschlüsse zum ersten Mal im größeren Umfang eingesetzt - nämlich in der US-Navy für wetterfeste Anzüge von Lotsen. Zu dieser Zeit bestanden die Reißverschlüsse noch aus Kügelchen und Klemmbacken. 1923 entstanden erstmals Reißverschlüsse, wie wir sie auch heute kennen. Der Schweizer Martin Othmar Winderhalter ersetzte die Kügelchen und Klemmbacken durch Rippen und Rillen, was zu dem Produktnamen RiRi führte. In seiner Firma in Wuppertal gelang es ihm, den ersten in Serie gefertigten Reißverschluss der Welt zu produzieren. Und so kam es dann nach und nach dazu, dass Reißverschlüsse im Textilbereich an vielen Stellen die Knöpfe immer mehr ersetzten.  

 



Vielfältiger als man denkt

Es gibt grundlegend zwei Arten von Reißverschlüssen: Die Teilbaren und die nicht-teilbaren. Sie basieren auf dem Formschlussprinzip. Dabei besteht der Reißverschluss aus zwei Seitenteilen und einem Schieber. Jede Seite hat feine Zähne, sogenannte Krampen, welche sich durch den Schieber ineinander haken bzw. wieder voneinander lösen lassen. Handelt es sich um Metallzähne, so bestehen sie aus Messing, Neusilber oder Aluminium. Die Kunststoffzähne hingegen bestehen aus Polyoxymethylen, welche im sogenannten Spritzgussverfahren entstehen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Seiten nicht aus Krampen, sondern aus einer Kunststoffspirale bestehen. Dabei handelt es sich um eine gegenläufige Helix, bei der die eine Seite rechts und die andere links gewendelt ist. Die teilbaren Reißverschlüsse gibt es außerdem noch in einer besonderen Form, dem sogenannten Zwei-Wege-Reißverschluss. Für alle Reißverschlussarten gilt, dass sie auch in wasserdichter Variante hergestellt werden können. Darüber hinaus gibt es den zahnlosen Reißverschluss, welcher zum Beispiel bei einem Gleitverschlussbeutel Anwendung findet.



Die Alltägliche Begegnung mit dem Reißverschluss

In Deutschland werden jährlich um die 70 Millionen laufende Meter Reißverschlüsse produziert. Vor allem im Bereich der Kleidung und Ledertextilien zählt er zu den wichtigsten Verschlussarten. Teilbare Reißverschlüsse werden insbesondere für Jacken und Mäntel benötigt, während für Hosen, Röcke und Kleider nichtteilbare Verschlüsse Anwendung finden.

Darüber hinaus lassen sich die nichtteilbaren Verschlüsse auch bei vielen anderen Produkten wie Bettwäsche, Taschen, Federmäppchen oder Portemonnaies finden. Der Zwei-Wege-Reißverschluss wird beispielsweise bei Schlafsäcken, Zelten, Rucksäcken oder Koffern verwendet, aber auch manche Jacken lassen sich von oben und unten öffnen. Da Kunststoffreißverschlüsse meist deutlich flexibler sind und eine höhere Festigkeit aufweisen, sind diese immer öfter vorzufinden als die Metallreißverschlüsse. Wasserfest sollte der Verschluss vor allem bei Produkten sein, die draußen Anwendung finden, wie Regenjacken, Schuhe oder Zelte. Für Kissen oder Taschen bieten sich Endlosreißverschlüsse vom Meter an, wie Ihr sie auch bei uns im Laden in großer Auswahl findet.

Fazit

Ganz gleich, für welche Art von Reißverschluss ihr euch letztendlich entscheidet - es ist immer eine gute Wahl. Immerhin verzichtet ihr damit auf die lästigen Knöpfe oder das Schleife binden und euch bleibt mehr Zeit für andere Dinge.

 

 

 

Kommentare   

# Nadine82 2017-02-10 14:35
Hallo, interessanter Artikel! Ich persönlich auch lieber Reißverschlüsse statt Knöpfen bei meinen selbstgenähten Sachen :D LG Nadine
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